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Sonntagskolumne // Drunk in Love 3.0

5/20/2018


You don't know how to love me when you're sober 
(Selena Gomez - Sober)

Manchmal brauchen wir den Rausch um mutig zu sein. Um die Kontrolle abzugeben. Um uns fallen zu lassen. Um den Rest zu vergessen, der uns zurückhält. All die ungelösten Fragestellungen und ausstehenden Antworten. Manchmal sollten wir uns dem Rausch einfach hingeben. Aber ich kann nicht.

Sonntagskolumne // Gedankensprünge II

5/13/2018



Während ich versuche hier etwas auf Papier zu bringen ist mein Kopf leer. Ich finde nichts worüber ich schreiben könnte. Dabei ist es nicht so, als würde momentan nichts passieren. Eher im Gegenteil. Es passiert so viel und das alles nebenbei. Ich komm gar nicht dazu mich auf alles einzulassen. Die Dinge die hier passieren oder zu Haus, in meinem alten zu Hause, passieren momentan so schnell, dass ich sie gar nicht richtig fassen kann. 

Sonntagskolumne // Wenn man aufhört emotional zu sein

4/29/2018



„Wenn man aufhört Emotional zu sein, kann man keine Geschichten mehr Erzählen.“ Anouk Jans, in einem Talk letzte Woche in der AMD.

Dieser Satz wirft mich zurück, in die letzten paar Jahre. In die Zeit in der ich fast ausschließlich geschrieben habe. In der ich so viel geschrieben habe, dass ich mich in meinen Worten ertränken könnte. In der ich so viel geschrieben habe, dass sowohl meine Festplatten, als auch Notizbücher voll von meinen Gedanken, Eindrücken und Erlebnissen sind. 

Sonntagskolumne // You have to leave your comfort zone

4/15/2018


Wir alle kennen sie. Diese Comfort Zone, von der überall geredet wird. In Magazinen, Online. Sie scheint fast überall präsent zu sein. Bestimmt kann mir jeder von euch seine eigene nennen. Oder zumindest ein, zwei Dinge aufzählen, die hinter der eigenen Comfort Zone liegen und damit quasi über dem Tellerrand. Was der Bauer nicht kennt isst er nicht und so zieht sich diese einfache Regel durch alle Bereiche unseres Lebens. Ist es hier nur die Nahrung, ist es anderswo vielleicht doch eine wichtige Entscheidung, die etwas ändern könnte. Verändern.

Sonntagskolumne // Heute Nacht nur reinen Wein

4/01/2018

Jetzt stehe ich hier vor meiner Tür. Mit dir. Jemanden, den ich erst seit gestern kenne. In einer Situation, in der sich alles Gesagte wie eine schmale Gratwanderung anfühlt. Ein unbeabsichtigtes Wort und das ganze kippt in die falsche Richtung. Ob ich Bier dahabe? Nein, habe ich nicht! Das da noch Weinreste sind verschweige ich. Ist ja mein Bier, also Wein. Einmal bin ich froh, dass hier in der Nähe alles, für eine Großstadt unverhältnismäßig früh, zumacht. Schade. Zumindest ist es sehr charmant, dass ich die Wahl zwischen drei Möglichkeiten habe. Eins, zwei oder drei? Aber ich will putzen, also nein. Ich nehme die Langweilige. Ist mir doch ziemlich egal, ob ich langweilig bin. Ich muss aufräumen und das ist keine blöde Ausrede, sondern reiner Wein. Der mir, wenn man es genau nimmt, auch gerade ganz gut in den Kram passt. 

Sonntagskolumne // "Wir lassen uns scheiden"

1/14/2018


Nur weil man der ist der geht macht es das Ganze nicht automatisch leichter. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, wenn ich der wäre, der geht, das würde alles ändern. Verändern. Es wäre leichter und ich würde nicht so stark davon eingenommen werden.

2017 in Worten

1/09/2018


Im Vergleich zu den letzten Jahren ist das Schreiben 2017 eher auf der Strecke geblieben. Auch die Texte waren nicht so stark wie die vergangenen. An dieser Stelle hoffe ich 2018 auf mehr davon. (Kleiner Reminder an mich selbst) Das Jahr war wild und verrückt. Es ist so viel passiert. Das Ende einer Ära quasi. Raus in die Welt,  in das richtige Leben, hat es mich dann im Sommer gezogen. Sehr spontan und ich habe lange gebraucht dort anzukommen, wo ich jetzt bin. Endlich angekommen und bereit für alles was das Leben, das neue Jahr und diese wundervolle neue Stadt für mich bereithält.

Sonntagskolumne // Entscheidungen

9/17/2017


Es ist ein Tag wie jeder. Aufstehen, fertigmachen, essen und ab zur Arbeit. Trotzdem fühlt es sich irgendwie anders an. 
Freier. Glücklicher.
Ich genieße es gerade, den immer gleichen Weg zu fahren. Heraus aus dem Vorort, in die Stadt und die letzten Meter zu Fuß.

Sonntagskolumne // Das richtige Leben ist ein Arschloch

6/12/2017

via / via

Das richtige Leben ist ein Arschloch.
Das sag ich nicht nur, dass mein ich auch genauso.
Nachdem ich gestern einen mehr oder weniger dramatischen Mental Break Down hatte, bin ich davon sogar felsenfest überzeugt.

Sonntagskolumne // Inmitten von Gelächter und Rauch

4/02/2017


Wir sind eine der Ersten, wie immer pünktlich. Wobei wir auch gut und gerne mindestens eine halbe Stunde später hätten kommen können, ich kenne meine Freunde und auch die hier eingeladenen machen in dem Punkt  kaum eine Ausnahme. Nach ein paar Minuten des Wartens beschließen wir schon mal rein zu gehen, wer steht sich schon gerne draußen die Beine in den Bauch nur weil Pünktlichkeit immer mehr zu einem Unding geworden ist?

Du passt hier nicht rein. Das Echo meines Lebens

2/21/2017


„Du passt hier nicht rein.“ Für mich, als die, die sich eh zu oft fehl am Platz vorkommt, so viel mehr als nur eine freundlich formulierte Absage. Die negative Konnotation ist spürbar, hängt irgendwo im Raum und ist dabei sich über mich zu legen.

Sonntagskolumne // Wen rufst du?

2/12/2017



Auf einmal kann ich mich nicht mehr halten. Zusammenhalten. Ich weiß auch nicht genau, was gerade nicht stimmt, aber irgendetwas scheint nicht zu stimmen. Sonst würd ich ja nicht so heftig reagieren, auf so eine unkontrollierte Art und Weise.

Sonntagskolumne // Von Boykott und Hausparty

1/29/2017


Ich weiß genau, wenn ich das folgende gleich sagen werde, klingt es total antiquiert und abgehalftert. Aber es muss raus. Vor allem, da ich es mir die letzten Wochen immer öfter mal gedacht habe. Es ist so zwischen rein gerutscht und doch kann ich es nicht ganz von mir weisen. Also, alle mit schwachen Nerven: hinsetzen und am besten nicht gleich dazwischen funken, sonder zuhören!

Sonntagskolume // Parts of yourself

1/22/2017


Letztes Jahr habe ich jemanden kennengelernt. Einen Freund. Wir kannten uns schon davor, aber eher mehr so flüchtig. Vom sehen. Wie man sich eben kennt, wenn man Jahrelang in demselben Umkreis unterwegs ist, jedoch nicht sonderlich viel miteinander zu tun hat. Irgendwann haben wir begonnen uns immer mal kurz zu unterhalten, wenn wir uns zwischen durch mal zufällig über den Weg gelaufen sind. Nicht viel nur Höflichkeiten. Hier ein kleiner Scherz, da die Unterhaltung vom letzten zusammentrifft wiederaufgenommen. Mehr spielerisch.

Irgendwann sind wir uns dann nicht mehr über den Weg gelaufen, da er weggezogen ist. Wenn er mal wieder in der Stadt war und wir uns begegnet sind, haben wir uns dann ein wenig länger unterhalten, dennoch immer recht oberflächlich. Scherzend.

Irgendwann hat es dann damit angefangen, dass wir uns geschrieben haben. Immer Mal ab und zu. Erst noch wie damals. Spielerisch und scherzend. Hin und her. Irgendwann wurden die Themen ernster und man hat sich mehr voneinander erzählt. An manchen Stellen dachte ich mir: wow, da spricht mir jemand aus der Seele. Das sind Dinge, Gedanken, die mich so total an mich selbst erinnern. Ich wusste schon damals nicht genau, wie ich es so richtig in Worte fassen sollte und weiß es immer noch nicht so wirklich.  Es ist zum Teil verwirrend, wenn du dich selbst in jemand anderem wiederfindest, aber auch irgendwie überwältigend. Ich habe seine Worte gelesen und mich selbst darin wiedergefunden. Das war einfach so ein starkes Gefühl von Verbundenheit. Es war überraschend, aber auf eine gute Art und Weise.

Und obwohl wir, als er noch hier war nicht wirklich viel voneinander wussten oder viel miteinander zu tun hatten, ist durch diese Distanz eine Freundschaft entstanden. Weil uns trotzdem etwas verbindet. Wir haben uns zwar lange nicht gesehen, dennoch halten wir den Kontakt. Ich weiß, dass ich immer eine Antwort bekomme, auch wenn ich darauf mal ein paar Wochen warten muss. Weil es auf Gegenseitigkeit beruht. Wenn ich eine Nachricht bekomme, dann schreibe ich auch nicht gleich zurück, sondern nehme mir Zeit. Zeit, um in Ruhe über eine Antwort nachzudenken, da es meistens längere Texte sind die da zwischen uns hin und her gehen. Ich bin froh über diese Freundschaft und ich schätze sie sehr. Ich weiß, dass es da jemanden gibt, der in manchen Dingen genauso tickt wie ich und das ist auf einer Seite ziemlich beruhigend. Dadurch fühlt man sich manchmal nicht ganz so alleine.Weil es da draußen jemanden gibt, der in manchen Dingen genauso tickt wie man selbst.

Sonntagskolumne // Nichts ist umsonst

1/15/2017


Der Cursor blinkt. Vor mir ein unbeschriebenes Blatt Papier. Wie lange ist es her? Ich kann mich kaum noch daran erinnern. Wie es sich anfühlt. Sich die Seele aus dem Leib zu schreiben. Die Tausenden Gedankenfetzten zu kanalisieren und etwas zu schaffen.

Um Worte ringend kämpfen, wieder und wieder

10/16/2016


Ich finde es bescheuert, dass ich bei keinem der bisherigen Abschiede den Mut hatte, zu zeigen, wie sehr ich dabei bin dich gern zu haben. Stattdessen steh ich einfach nur da, während in meinem Kopf all diese ungesagten Worte versuchen sich einen Platz nach draußen zu kämpfen. Dahin wo man sie hören kann. Während ich also versuche Worte zu finden die gerade richtig sind, weder zu viel noch zu wenig, warte ich irgendwie auch auf ein Wunder. Die Geste, die mir zeigt, dass ich mich nicht irre. Weil Symbiosen alleine entgegen ihrer Bestimmung funktionieren.

Die 'komplizierteste' Sache der Welt

10/09/2016


„Warum schreibst du ihm nicht einfach?“

Ich stutze. Diese einfache und banale Frage bringt mich aus dem Konzept. Wieso schreib ich ihm nicht einfach?! Meine Gedanken beginnen zu rasen. In dieser einfachen und doch so naheliegenden Frage, verbirgt sich so viel mehr als nur das naheliegende. Ich werde Still, druckse rum und überlege wie ich in Worte fassen kann, was sich hinter meinem Kopf abspielt.

Sonntagskolumne // Gedankensprünge

9/04/2016


Ich sitze hier, in diesem Hotelzimmer. Einem, der vielen in welchen ich die letzten Wochen war: Ich sitze einfach nur da und schaue aus dem Fenster. Sehe diese wunderschöne Landschaft, welche mich an andere Orte erinnert. Orte, an die ich noch gehen möchte. Orte, die ich noch sehen möchte. Orte, an denen ich noch nicht war, die mir aber trotzdem am Herzen liegen.

Draußen ist es kalt. Darauf war ich nicht vorbereitet. Nicht auf so eine Kälte. Hier ist der Herbst, der kommende Winter spürbar. Doch ich freu mich auf die kalte Jahreszeit. Den Tee.  Kuschelige Socken, Decken und Betten. Geschichten, Kerzen und Lichter. Geborgenheit.

Ich habe immer noch keine Idee, wovon meine Sonntagskolumne handeln soll. Wenn ich in mich hinein höre, dann ist da nichts was nach mir ruft. Was danach ruft, herausgeschrieben zu werden. Die Worte, die sonst nur so aus mir heraussprudeln, die meine Finger fast magisch über die Tastatur gleiten lassen und mich in einen Schreibrausch fallen lassen, die schweigen. Schon die ganze Woche über. Ob es sich komisch anfühlt? Ja, definitiv. Es ist ein seltsames Gefühl, wenn der doch immer so laute Kopf und Gedankenwirrwar plötzlich schweigt. Dabei wünscht man sich doch manchmal, dass er genau das tut. Es ist kein negatives Schweigen, keine Ruhe vor dem Sturm. Mehr so ein ausgeglichenes Schweigen, eine innere Ruhe.

Die Dinge, die sich zu Hause abspielen, die mich dort beschäftigt haben, die sind zu weit weg. Weit genug weg, um nicht bis hierher durchdringen zu können. Hier spielen sie keine Rolle und das ist gut so.

Die letzten zwei Sätze machen mich ein wenig traurig. Wenn es mir damit so geht, wird es den anderen genauso ergehen? Das Entfernung, Dinge unbedeutend werden lässt. Vielleicht sogar jene Dinge, die ziemlich bedeutsam waren? Lässt sie, die Entfernung, Wort nichtmehr durchdringen? Nimmt sie ihnen die Kraft und lässt sie verschwinden, verschwimmen?

Verschwommen. Das ist deine Sicht, wenn du weinst. Wann hast du das letzte Mal geweint? Aus einem Grund oder aus keinem?

Ich genieße den Abstand. Zu meiner Welt zu Hause. Nicht weil ich ihrer Überdrüssig geworden bin, sondern weil ich diesen Abstand, diese Pause dringend gebraucht hab. Genau weiß ich nicht, woran es lag, aber zu Hause hat mich in letzter Zeit ziemlich unglücklich gemacht. Es war einfach der Overkill an Einflüssen und Dinge, die sich summiert haben.

Außerdem war es gut, dass ich gegangen bin, weil ich dadurch nicht zurückgelassen wurde, zumindest nicht zu hundert Prozent. Wenn zwei gehen und einer zurückkommt, ist keiner geblieben. Keiner zurückgeblieben…oder?

Gut das die Straßen, unserer Stadt, diesmal keine Geschichten erzählen sondern einfach nur Straßen sind. Unschuldig und Nichtssagend, unbedeutend. Die Orte, an denen wir waren sind verborgen, sowie alles was wir waren, nicht waren und sind. Genau das macht das ganze besonders. Bedeutend. Keiner je hinter ihre Bedeutung kommen. Sie gehören mir und dir.

Oder wie es in Casablanca so schön heißt: "Uns bleibt immer Paris“

Paris wird uns nicht bleiben, so weit haben wirs nicht geschafft. Was uns bleiben wird, sind die Nächte. Die werden immer uns gehören. Was ist wenn genau das unser kleines Paris war. Lass Paris Metapher sein, für Dinge mit Bedeutung. Also frag ich euch: Was war oder ist euer Paris?

Wenn ich so zurückblicke, bin ich überrascht. Überrascht, wie ich alles gemeistert habe, wie ich mich verändert habe. Paris hat mich verändert, das Leben hat mich verändert. Es verändert uns alle. Ständig. Schleichend oder manchmal Radikal, mit einem Schlag. Wir wachsen und reifen und das ist auch gut so. Man kann nicht immer bleiben, wer man war. Denn das Leben zeichnet uns alle. Gib uns Geschichten mit auf den Weg. Die wir erzählen können und werden. Dann wiederum gibt es auch Geschichten, die wir erzählen wollen, aber nicht können, oder jene, die wir nie erzählen werden, weil sie dann an Magie einbüßen würden.


Die heutige Sonntagskolumne ist gezeichnet von Gedankensprüngen. Kreuz und quer. So wie das eben ist. Ich war schon immer der Typ Querdenker, selbst beim laufen, mach ich Schlenker, ganz unbewusst. Wer will schon das alle gerade läuft, nehmen wir lieber ne Abkürzung, die sich am Ende als Umweg entpuppt. Bei dem man dann das ein oder andere mitnimmt. 

Erwartungen im Schonwaschgang

8/28/2016


„…Ich weiß ja nicht was du erwartest, von mir…“

Gar nichts, ich möchte dich einfach nur sehen.