KUNST | KOLUMNE | SONNTAGSKOLUMNE | MYPHONETELLSSTORIES | REISEN/TRAVEL | FASHION | FOOD

In Worten // 2015

12/30/2015

Mein Jahresrückblick kommt roh. Ohne jegliche Untermalung. Ohne Maskerade. Ganz ehrlich und persönlich. Ich habe lange keinen Text mehr veröffentlicht. Ich konnte nicht, wusste nicht was ich schreiben soll, hatte das Gefühl nichts zu sagen zu haben. So kurz vor dem Jahresende ziehen alle eine Bilanz, zwischen dem, was ereicht und vorgenommen wurde. Ob ich Vorsätze hatte, kann ich beim Besten Willen nicht mehr sagen. Authentisch und ehrlich sein vielleicht. Ich weiß es nicht.

Mein 2015 war ein Gefühlschaos, Intensiv und durcheinander. Auch wenn hier viele traurige Sachen stehen, war es dennoch schön. Wunderschön. Ich bin an mir selbst gewachsen, habe Erfahrungen fürs Leben gemacht und jede einzelne Sekunde ausgekostet. Keiner hat gesagt, dass es einfach werden würde, aber das ist nicht schlimm, solange man alles meistern kann, kann man nur Gewinnen, In den nächsten beiden Posts, nehme ich euch mit auf eine Reise durch die Momente, die ich niedergeschrieben habe, sei es Digital oder Analog. Immer dann, wenn ich nicht wusste wohin oder ich mich ordnen musste, habe ich geschrieben, schreibe ich immer noch.

01.01.15
Ich weiß nicht, ab wann ich genau angefangen habe ein Vakuum um mich zu errichten, weil ich es satt bin ständig der Kollateralschaden zu sein.

23.01.15
Ich versuche, mein Bestes Enttäuschungen zu vermeiden.

25.01.15
Ich will dich ja auch nicht stören, bei den Dingen, die so wichtig waren, dass du allen Anstand in den Wind schießt und keine Sekunde für ein „heute nicht“ entbehren kannst.

Wütend bin ich nicht und sauer eigentlich auch nicht richtig, das würde sowieso nichts an der Tatsache ändern.

26.01.15
Wenn ich will, dass sich etwas ändert muss ich die Dinge selbst in die Hand nehmen.

28.01.15
Auch wenn ich über alles lache, zu jedem freundlich bin und negatives vermeiden will, bedeutet das nicht, dass ich die Dinge nicht auch ernst nehme, mir zu Herzen nehme. Ich bin verdammt nochmal kein Automat!

14.02.15
Dafür scheint keins der schier unendlichen Adjektive, Prädikate uns Subjekte auszureichen; Und dann grinse ich einfach nur, so von einem Ohr aufs andere, komm mir dabei ziemlich dümmlich vor, merks aber gar nicht so betrunken bin ich, nicht vom Alkohol, sondern von dir

17.02.15
Heute versucht mir jeder zu erklären, dass es dieses unglaublich, dir den Atem raubende, übermächtige und unglaublich zu erklärende Gefühl, welches dich mit einem Schlag voll und ganz erwischt nicht gibt.

Aber ist das nicht immer so, wenn wir von etwas überrascht werden, und unser Hirn nicht genug Zeit hat die Information zu verarbeiten, dass wir dann aus Reflex, irgendetwas sagen, ohne groß darüber nachzudenken.

03.04.15
Ich will mehr als nur eine flüchtige Konversation, bestehend aus belanglosen Phrase, die schon lange zu Routine geworden sind, wieso fragen, wenn man doch am Ende eh weniger als die Hälfte aufnimmt, weil man in Gedanken schon ganz woanders ist.

Ich möchte die Tiefe, die Gewissheit, dem anderen durch die Unterhaltung etwas gegeben zu haben.

06.04.15
Enttäusche alle, aber niemals dich selbst, denn egal, was du machst oder tust, wofür du dich entscheidest, du bist diejenige, die damit leben muss, also tu das, was du willst und liebst, wofür du brennst und was alle, die ganze Welt darüber denkt oder sagt ist nicht dein Problem, solange du mit deinem Entschluss zufrieden bist.

02.05.15
Meine Erinnerungen sind besser als deine, hast du doch das meiste aus dieser Nacht wieder vergessen, da der Rausch der Unvernunft, den du dir im Versuch endlich auch mal an deine Grenzen zu kommen angetrunken hast, das meiste in den dumpfen Schleier des Vergessens hüllte. Wie Nebelschwaden, die sich wie das Vergessen in den Stunden zwischen Tag und Nacht über den Feldern ausbreiten.

14.06.15
Wir bringen dann die größten Opfer, wenn wir aus reiner, ungetrübter Selbstlosigkeit handeln um Menschen, die uns am Herzen liegen zu Hilfe kommen. Auch wenn das schlussendlich bedeutet diese zu verlieren. Alles hat Grenzen und manchmal reicht das was man empfindet eben nicht aus! Andere Dinge, die es eigentlich zu überwinden gilt sind einfach zu enorm um darüber hinwegzusehen.

16.06.15
Gerade habe ich den Brief, den ich mir selbst vor einem Jahr geschrieben habe durchgelesen; Was ich mir vorgenommen habe, an was es sich lohnt zu denken, glauben, auf was ich vertrauen soll.

19.06.15
Es kommt dir so vor als würden Jahrhunderte in einer Sekunde liegen und doch bildest du dir das alles nur ein.

20.06.15
Einfach drauflos rennen, fühlt sich gut an. Verdammt gut. Und es macht mich glücklich, auf eine unfassbare, nicht in Worte zu fassende Art und Weise. Aber es hat auch einen bitteren Beigeschmack.

Denn so eine Freiheit, einfach losrennen  zu können, ohne Ballast, bekommt man nur dann im Leben, wenn es auf der anderen Seite etwas zu verlieren gibt. Wenn ein Fehler, etwas falsch machen keine Bedeutung hat. Denn du hast nur diese eine Möglichkeit. Entweder alles auf eine Karte setzen oder dich im Nachhinein fragen was gewesen wäre, wenn…

18.06.15
Ich bin verdammt glücklich und verdammt traurig und das alles auf einmal. Wie Aprilwetter. Schönster Sonnenschein und im Nächsten Moment Weltuntergansgartiger Monsunregen.

Aber jetzt ist es sowieso schon zu spät. Weil es so oder so wehtun wird, wenn du gehst.

Ich bin abwesend, nicht so da, wie ich sein sollte. Bekomme das meiste nicht mit und vergesse die Hälfte wieder. Schon nach Sekunden.

Weil mir selbst jetzt schon, nur beim Gedanke daran, das Herz bricht. Wie kann man etwas zusammenhalten, das jede Sekunde droht auseinanderzubrechen?

Aber ist es nicht genau deswegen einen Versuch wert? Ein kluger Mensch hat mal gesagt „Versuchungen sollte man Nachgehen, wer weiß wann sie wiederkommen“.

02.07.15
Also sitze ich hier lachend und manchmal mit Tränen in den Augen und frage mich wo der Witz geblieben ist, das Komische, das dem Tragischen irgendwie die Schärfe nimm.

06.07.15
Und manchmal will man die Dinge nicht sehen, bis sie einem direkt vor der Nase stehen und fast schon ins Gesicht spucken

Manchmal prasselt es auf mich ein wie sanfter Sommerregen und andere male erwischt es mich mit der Heftigkeit eines Wirbelsturms. Ich kann es nicht kontrollieren oder abstellen aber manchmal fühlt sich vermissen einfach viel zu schmerzhaft an.

Ich ende: Er ist weg. Und mir bricht die Stimme.

Du hattest ihn wirklich gerne. Ich lache unter Tränen. Ja, das hatte ich!

Alles erinnert mich an dich und bekommt somit eine völlig neue Bedeutung. Und weißt du was? Ich hab Angst! Angst, dass das nicht genug ist. Das ich mal wieder diejenige bin, die das ganze mehr mitnimmt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen