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Filmtipp // Mein Herz Tanzt

6/14/2015


"Nachdem ich diesen Film gesehen habe, bin ich voller Hoffnung, dass dieses Land noch schöner werden kann, wenn es ein Recht auf Vielfalt gibt und wenn wir die Verschiedenartigkeit jedes einzelnen Menschen anerkennen."
Schimon Peres
Ich kann euch diesen Film nur ans Herzen legen, ich fand ihn wunderbar!


MEIN HERZ TANZT ist die Geschichte von Eyad (Tawfeek Barhom), der als bislang erster und einziger Palästinenser an einer Elite-Schule in Jerusalem angenommen wird. Eyad ist sehr bemüht, sich seinen jüdischen Mitschülern und der israelischen Gesellschaft anzupassen – er möchte dazugehören. Und dann ist da Yonatan (Michael Moshonov), er sitzt im Rollstuhl, ein Außenseiter wie Eyad. Schon bald entsteht zwischen den beiden eine ganz besondere Freundschaft. Sein Leben in Jerusalem nimmt eine Wendung, als sich die schöne Naomi (Danielle Kitzis) in Eyad verliebt. Eine Liebe, die gegenüber Familie und Freunden geheim bleiben muss. Naomi möchte gegen alle Widerstände zu Eyad stehen, und auch Eyad ist bereit, alles für Naomi zu tun. Auf seiner Suche nach Zugehörigkeit muss Eyad schließlich erkennen, dass er eine Entscheidung fällen muss, die sein Leben für immer verändern wird. (via)

Mein Herz Tanzt - Nach dem Kinoerlebniss

Ich finden den Film  auf eine Art und Weise faszinierend, die ich nicht unbedingt so beschreiben kann, wie es sich jetzt, danach, anfühlt. Wie gebannt saß ich vor der Leinwand, um jedes noch so kleine Detail ins Auge fassen zu können. Es hat mich in einen ineren Zustand voller Ruhe und Nachdenklichkeit versetzt. Fasziniert davon, dass die Liebe diesmal nicht allen Hindernissen getrotzt hat sondern an dem Versuch, die meterhohen Mauern, gebaut um Grenzen zu setzten, zerbrochen und gescheitert ist. Im Gegenzug ging die Freundschaft zwischen zwei wohl größten Gegensätzen bis über den Tod hinaus. Wir bringen dann die größten Opfer, wenn wir aus reiner, ungetrübter Selbstlosigkeit handeln um Menschen, die uns am Herzen liegen zu Hilfe kommen. Auch wenn das schlusendlich bedeutet diese zu verlieren. Alles hat Grenzen und manchmal reicht das was man empfindet eben nicht aus! Andere Dinge, die es eigentlich zu überwinden gilt sind einfach zu enorm um darüber hinwegzusehen. Sie machen aus Verfolgten, Verfolger und Unterdrückte werden zu Unterdrückern. Diejenigen, die gelitten haben wollen um jeden Preis verhindern wieder in solch eine Situation zu geraten. statt Worten sprechen Waffen und am Ende haben beide Seiten zu viel verloren um friedlich aufeinander zuzugehen und etwas zu tun, was bisher kaum einer fertig bringen konnte; nicht in diesem Land, indem Religion noch vor dem Mensch an sich kommt.

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