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Sonntagskolumne: Wohin?

9/20/2015


Wenn der Alltag sich wieder in seine gewohnten Muster zu biegen beginnt und Tagelangs Nichtstun nicht mehr ganz so oft auf derm Plan steht hat uns das Leben wieder eingeholt. Die Ferien sind vorbei und die Verpflichtungen rufen. Das Leben beginnt wieder von vorne. Nach der langen Pause kommt es einem tatsächlich so vor. Jeder war in einem anderen Teil der Welt oder hat ihr einfach für einige Zeit den Rücken gekehrt. Pünktlich zum Ersten Schultag kommen dann alle wieder aus ihren Löchern hervor, fast als hätten wir Winterschlaf gehalten, nur eben im Sommer. Das neue Jahr gleicht einem kompletten Neuanfang. Alte Muster müssen sich wieder etablieren. Womöglich werden sie von neuen abgelöst oder einfach nur ergänzt weil es einfach nicht mehr passt. 

In jedem Fall muss sich wieder neu orrientiert werden. Wohin will ich? 
Entscheidungen müssen gefällt werden und obwohl der Kopf mental noch dem Urlaub hinterherhängt befindet man sich wieder mittendrin im Chaos welches sich Leben nennt. Fast karusellartig bewegt sich alles vor sich hin, sodass einem vom bloßen zusehen schwindelig wird. Froh, dass der Alltag wieder geregelt ist werden die Tage bis zur nächsten Pause gezählt. Ankommen und doch weglaufen. Fast schon paradox. Im Meer der unbegrenzten Möglicheiten auf der Suche nach...Nach was eigentlich? Neuem, Altem. Der Weg ist das Ziel! Was ist wenn ich mich verlaufe? Merk ich das überhaupt? Wenn ich mich verenne, wird es mir auffallen? Vernunftegesteuert oder vielleicht doh eher Hals über Kopf, bis ich so tief verstrickt bin, dass ich die Enden nicht mehr finde, um den Knoten zu lösen. Dann eben ein Richtungswechsel. Auch wenn ich dann alleine dastehe. Wenigstens weiß ich wohin? Oder suggeriert mir das die Fatamorgana in der ich feststecke. Die sich unbemerkt angeschlichen hat. 

In jedem Fall muss sich wieder neu orrientiert werden. Wohin will ich? 
Entscheidungen müssen gefällt werden und obwohl der Kopf eigentlich noch gar nicht so genau weiß wo er hinwill wird es langsam ernst und er muss sich damit auseinandersetzen. Ich befinde mich auf dem sprungbrett in die Welt der Selbstständigkeit. Langsam merke ich, dass es eben nicht mehr lange hin ist, bis ich vor vollendeten Tatsachen stehe. Was dann? Wohin will ich? Das was ich jetzt mache, ist für mich selbst, für meine Zukunft. Meine Verantwortung. Ich möchte meinen Erwartungen gerecht werden, selbst wenn ich mir meine Ziele hoch stecke. Kopf in den Sand stecken ist keine Option. Wie wärs mit einem Kompass, der mir die Richtung weißt?

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